Liebe AufmacherInnen,

über 1000 NachbarInnen in über 111 „Sehnsuchtsfenstern & Balkontheatern“!

Wir möchten uns ganz herzlich bei Euch allen bedanken! Ihr habt ALTONA MACHT AUF! mal wieder zu einem Ereignis gemacht, das wohl niemand so schnell vergessen wird! Nicht nur die Fenster und Balkone haben sich in diesem Jahr verdoppelt – auch der Zustrom der BesucherInnen wächst von Jahr zu Jahr unaufhaltsam an! Und das liegt an Euch! An Euren tollen Shows, an euren besonderen Performances! Wie gerne geben wir all die guten Wünsche, die uns in den letzten Tagen erreicht haben, all die Anerkennung und die Freude über so eine einzigartige Nachbarschaft an Euch weiter – und fügen ein ganz dickes „DANKE“ hinzu!

Auf unserer Homepage findet Ihr Fotos und Filme, auf denen Ihr Euch vielleicht wiederfindet. Solltet Ihr selbst noch Foto- bzw. Filmmaterial haben – schickt es uns! Oder verlinkt Euch über unsere Facebook-Seite, so dass wir alle was davon haben!

Aufgrund der Größe, die ALTONA MACHT AUF! mittlerweile erreicht hat, war die gesamte Organisation in diesem Jahr eine Menge Arbeit – teilweise konnten wir sie nur noch eingeschränkt leisten. Trotzdem! Die beiden Abende auf unseren Straßen und Euren Balkonen sprechen eine deutliche Sprache: 2015 muss es weitergehen! Nur wie? Für Anregungen, Ideen, Verbesserungsvorschläge etc. sind wir nicht nur offen – wir wären extrem dankbar!

Doch bevor wir ans nächste Jahr denken: Jetzt erst einmal einen schönen Sommer!

Herzliche Grüße,
Euer AMA!-Team

AMAfacebook

Schon gesehen?

„Der Aufstand der Dinge“ , Tour D, war im Fernsehen! NDR – DAS! – hier: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/das/Balkontheater-in-Altona,balkontehater100.html

oder Filme aus der Struenseestraße von Tour B:
http://www.elbe-wochenblatt.de/altona/profile/peter-wulf-2977.html

https://www.youtube.com/channel/UCKwqMtroE847fyrnTRm3Btw

Großer Dank an Michael Borkowski, Stoni, Christiane Seebach und Peter Wulf!

‚Vom Abruzzenviertel nach Klein-Moskau‘ und ‚Der Aufstand der Dinge‘

Luis vom Gymnasium Altona (S2) ging am Mittwoch mit ALTONA MACHT AUF! auf Tour durch die Altstadt von Altona. Hier sein Bericht:

Mit sehr viel Vorfreude und Neugierde traf ich um 17 Uhr an der Thedestraße zum Beginn der ‚Vom Abruzzenviertel nach Klein-Moskau‘-Tour ein. Und ich wurde nicht enttäuscht. Mein persönliches Highlight der Tour waren die Schüler und Schülerinnen der 7c vom Gymnasium Altona. Nicht nur, weil ich selbst auf die Schule gehe und einige bekannte Gesichter gesehen habe. Auch die Organisation des aufgeführten Theater-Projektes war sehr überzeugend. Die Klasse hatte das in Altona spielende Buch ‚Daniel Halber Mensch‘ im Unterricht gelesen und die Schüler und Schülerinnen spielten nun im Rahmen von ALTONA MACHT AUF verschiedene Szenen vor. Zwischen den einzelnen Sequenzen moderierte der Autor des Buches, David Chotjewitz, übrigens persönlich.

altona_16_altona_macht_auf_03Aber auch ansonsten bekamen die Spaziergänger auf der Tour Einiges geboten. Von musikalischen Beiträgen über Poesie-Vorträge und den bereits erwähnten Theaterstücken war alles dabei. Auch einen Friseur-Salon und einen außergewöhnlichen Laden der Marke ‚Tante Emma‘ konnten die Besucher kennenlernen. Lernen konnte man darüber hinaus auch eine Menge. So wurde beispielsweise erklärt, woher der Spitzname ‚Klein-Moskau‘ kommt, den Altona im frühen 20. Jahrhundert trug. Der hohe Anteil an Kommunisten, die im Stadtteil lebten, war dafür ausschlaggebend. Zum Ende des Spaziergangs kam es dann in der Großen Bergstraße zum Zusammentreffen mit einer anderen ALTONA MACHT AUF-Gruppe. Gemeinsam wurde die Performance des Gebärdenchors vom ‚treffpunkt altona‘ bestaunt.

REWE Family Kšln 2014

Wer Lust hatte könnte anschließend die nächste Tour namens ‚Der Aufstand der Dinge‘ mitmachen. So zog nun eine Menschenmenge von mehreren Hundert in die Seitenstraßen von Altona-Altstadt ein.

Der Effekt davon, dass sich zwei Gruppen zusammengetan hatten, war der, dass sich noch viel mehr Menschen dem Spaziergang anschlossen. Vielen Leuten auf den Straßen war zunächst Verwunderung aufgrund der Versammlung anzumerken. Auf Verwunderung folgte anscheinend Neugierde, denn viele entschlossen sich spontan dazu, der Gruppe zu folgen. Bereits bei der interessanten, musikalischen Aufführung von Max auf einem Balkon an der Großen Bergstraße musste sich ein Bus durch die Menschenmenge zwängen. Und auch der Hinterhof an der Schomburgstraße, in dem Maria Jacobi ihre Lieder sang, war komplett mit Menschen gefüllt.

REWE Family Kšln 2014

Das Ganze ging so weit, dass ein Passant fragte, wogegen wir denn demonstrieren würden, wie ich zufällig mitbekam.  Auch er schloss sich, nachdem er das Projekt erklärt bekommen hatte, der Gruppe an. Geboten bekam man auch hier ein breites Spektrum aus diversen Kunstformen mit beispielsweise geschichtlichen oder politischen Hintergründen oder auch einfach mal gute Unterhaltung. Dieses sehr bunte Programm spiegelte sich übrigens auch im Publikum wider. Leute verschiedenster Generationen und Kulturen waren Bestandteil der Runde – typisch Altona eben. Sehr interessant zu beobachten waren auch die vielen Köpfe, die aus den Fenstern der benachbarten Häusern gesteckt wurden, um zu sehen was die Nachbarn vor so vielen Leuten veranstalteten. Nicht selten setzten sich die Nachbarn mit einem Glas Wein oder einer Flasche Bier gemütlich auf den Balkon oder ans Fenster und beobachteten das Schauspiel.

Erst nach 22 Uhr, also 5 Stunden nach Beginn der ‚Vom Abruzzenviertel nach Klein-Moskau‘-Tour kam ich erschöpft zuhause an. Die beiden Touren waren ein voller Erfolg gewesen. Sicherlich hatte beispielsweise auch das Wetter mitgespielt, wofür unser Guide übrigens auch immer und immer wieder seinen Dank aussprach, aber vor allem die Inhalte der einzelnen Beiträge waren mir im Kopf geblieben. Kein einziger war dabei gewesen, der sich nicht anzugucken gelohnt hätte. Hinzu kommt, dass ich einige Straßen kennengelernt habe, die mir zuvor verborgen geblieben waren. Somit fällt mein Fazit für meine ersten beiden ALTONA MACHT AUF-Spaziergänge durch die Bank positiv aus und es werden sicherlich nicht die letzten beiden gewesen sein.