Die Stuhlmannstraße macht auf!

SCHON IM NOVEMBER vergangenen Jahres fragten Carsten Brandau und Tania Lauenburg, ob wir mitmachen wollen, bei „Altona-macht-auf!“. Klang spannend.

PLÖTZLICH IM MÄRZ: Es wurde spruchreif. Bei uns in der Stuhlmannstraße wurden Zettel verteilt, Nachbarn informierten sich untereinander. Knarf Rellöm, Coach von Altona macht auf! und selbst ehemaliger Straßenbewohner, ließ es sich nicht nehmen, bei seinen Ex-Mitbewohnern schriftlich aufs Erscheinen beim ersten Treffen zu bestehen.

DAS ERSTE TREFFEN: Am sonnigen zweiten März-Sonntag versammelten sich knapp 20 Leuten um das vergammelte Stadtmöbel; die Tischtennisplatte am Ende der Straße. Mit Kuchen, Kaffee, Snacks und Drinks improvisierte man sich sein Meeting zusammen. Bunt gemischt war die Nachbarschaft angetreten. Auch wenn die Stuhlmannstraße nur vier Wohnhäuser beherbergt, trafen sich viele zum ersten Mal „so richtig“.

BUTTER BEI DIE FISCHE: Tania Lauenburg, Evgeni Mesteschkin und Knarf Rellöm vom Altonale-Team erzählten von Sehnsuchtsfenstern und Balkontheater. An zwei Samstagen der Altonale – dem 8. und 15. Juni – wären wir eingeladen, unsere Fenster zu öffen und gemeinsam etwas Kreatives, Stadtteilbezogenes zu veranstalten. Je mehr Leute dabei wären, umso toller. Aber nicht irgendwas, sondern etwas, was auch den Zuschauenden und Mitmachenden etwas vermittelt. Was wir denn davon hielten?

ES WIRD EXPLOSIV: Wir schauten uns an. Niemand hatte sich intensiv damit befasst, aber jeder hatte einen Schimmer davon, was möglich wäre. Sound soll da sein, das war dem DJ aus der 3 sofort klar. Was denn mit einer Projektion auf Leinwänden wäre, gab der Nächste aus der Runde den Impuls. Und wenn man schon Sound hätte, könne man aus den Fenstern mitreden oder lesen… Überhaupt – Stühle gehörten aus dem Fenster abgeseilt. Schließlich wär das hier ja eine Verpflichtung in der Stuhlmannstraße. Alle lachen. „Wir könnten die Verbindung der Nachbarn sichtbar machen; Leinen spannen von Fenster zu Fenster?“ Gemeinsam fand man es klasse, die Straße am Abend der Kollektiv-Performance frei von parkenden Autos zu halten. Sven, der Landschaftsgärtner, der das ehemals vermüllte Straßenende bepflanzt hatte, machte sich für eine fantastische Vorstellung stark: Man könnte die Straße mit Rollrasen begrünen.

DER PLAN: Dran bleiben! Die Ideen wurde aufgeschrieben. Knarf Rellöm schlug vor, die Story seines Einzugs aufzuschreiben. Könnten wir ja mal lesen und selbst was entwickeln. Wer seinen Support als Coach bräuchte, sei herzlich willkommen. Die zweite Runde wurde für den 14. April festgelegt. Bis dahin inspiriertes Hausaufgabenmachen.

SPANNUNG: Die Runde löste sich auf. Die Nachbarn – mit der Erwartung auf ein wenig Arbeit und viel Spannendes beseelt – waren sich einig, dass man noch mehr Leute aus der Straße dazuholen sollte. Das wär was. Stühle aus den Fenstern hängen. Alle grinsten.

Text und Video von Christian Pfaff (Stuhlmannstraße)

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